Wappen
22
06
2022

Projekt gegen Vorurteile und Diskriminierung

Sögel.- Es hängt neuerdings ein großes Schild mit einer Vielzahl von bunten Handabdrücken an der Außenfassade des Jugendzentrums Alte Post in Sögel. Gestaltet wurde das Schild bereits im letzten Jahr gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen im JUZ.

Die Idee kam Jugendpfleger Wolfgang Knese, als er ein ähnliches Bild im Internet entdeckte. „Diese Darstellung zeigt auf sehr einfache Art und Weise, dass es nicht möglich ist, anhand der Handabdrücke die Herkunft, das Geschlecht oder anderes zu erkennen

. Im Grunde sagt es aus, dass wir als Menschen alle gleich sind und Rassismus, Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund gewisser individueller Aspekte vollkommen blödsinnig, regelrecht dumm ist.“ Das Team des JUZ hatte zunächst eine digitale Vorschau erstellt und diese den Kindern und Jugendlichen gezeigt. Die Kinder und Jugendlichen hätten sehr schnell die Botschaft und den Sinn erkannt. Die mit Tusche erstellten Handabdrücke wurden eingescannt, digital bearbeitet und auf Kunststoffplatten gedruckt. So entstand ein gleichsam farbenfrohes wie auch kraftvolles Statement für das Einhalten eines respektvollen Miteinanders und gegen Rassismus und Intoleranz. Die Gemeinde und die Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth waren von der Idee sehr angetan und wünschten sich jeweils ebenfalls ein gedrucktes Exemplar. Der Marstall bat sogar um zwei Schilder, sodass auch im Jugendkloster Ahmsen ein Exemplar ausgestellt wird. Zur offiziellen Abnahme des ersten Schildes kamen Samtgemeindebürgermeister Frank Klaß, Bürgermeister Günther Wucherpfennig, der Leiter der Jugendbildungsstätte Michael Engbers, sowie Knese und Julius Schmitz (JUZ Bundesfreiwilligendienstler) beim Jugendzentrum zusammen. Im Gespräch wurde der Wunsch geäußert, dass dieses Projekt gerne multipliziert werden solle und sich womöglich weitere Firmen, Einrichtungen und Personen daran beteiligen. „Wir haben uns bei dem Schild thematisch zwar auf Hautfarbe, Geschlecht und Religion beschränkt, aber im Prinzip ist die Aussagekraft auf viele weitere Bereiche übertragbar, wie etwa Homophobie und anderem,“ ergänzt Knese abschließend. Das Team des Jugendzentrums würde sich nach eigenen Aussagen sehr darüber freuen, wenn Interessierte Kontakt zu ihnen aufnehmen und die Botschaft hinter dem Projekt weitere Ausbreitung erfahre.

Bildunterschrift: (v.l.) Julius Schmitz, Frank Klaß, Wolfgang Knese, Michael Engbers, Günther Wucherpfennig.

Foto: Gemeinde Sögel

Weitere Informationen zum Jugendzentrum oder der Packhalle erhalten Sie auf den folgenden Internetseiten:

www.altepost-soegel.de